Mariendistel -Leberschutzpflanze

Mittwoch, 1. Februar 2012

Die Mariendistel Silybum marianum, Fehdistel,  Frauendistel, Krone Christi, Heilanddistel genannt.  Bereits im Mittelalter wurde sie wegen ihrer Heilkraft in deutschen Klostergärten angebaut. Maria soll beim Stillen einige Tropfen Muttermilch auf den Blättern vergossen haben, so daß die leichte weiße Marmorierung entstand.  In den Früchten der Mariendistel ist am meisten Silmaryn enthalten. Welches für die positiven Eigenschaften der Leberschutzpflanze verantwortlich ist.In der Volksmedizin wird die Mariendistel bei Herz- und Kreislaufproblemen sowie Leber- und Gallenbeschwerden verwendet. Die Hauptanwendung ist vor allem bei  Leberleiden.   Sie wurde in der Volksheilkunde jedoch auch bei Migräne, Seitenstechen, Lymphleiden  undVerdauungsbeschwerden angewandt.  Die  frischen Blättern eignen sich als  Salat oder über normale Gemüsegerichte. Die Wurzeln können  gekocht als Gemüse dienen .Sie wird auch “wilde Artischocke” genannt.  

Die Mariendistel gilt als das wirksamste natürliche Lebermittel.

“Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib”

Montag, 30. Januar 2012

Ein Satz der mehr sagt, als sämtliche wissenschaftlichen Erklärungen.  Achillea millefolium oder Bauchwehkraut, Garbkraut, Heil aller Schäden. Das unauffällige Heilkraut, welches an Wegen, Wiesen und selbst in Feldern wächst, wird seit Jahrhunderten wegen seiner Wirkung  gelobt. Der Name “Heil aller Schäden” drückt bereits aus, welche hohe Stellung die Pflanze in der Volksheilkunde hatte.  Oskuriedes ein griechischer Kräuterkundiger und Arzt, empfahl sie gegen Fisteln, Blutflüsse, Abszesse und Geschwüre. Menschen, welche ungesundes Blut haben, mögen öfter am Tag eine Tasse Schafgarbentee trinken. Die Schafgarbe reinige das Blut. Pfarrer Kneipp emfahl sie bei vielen Frauenkrankheiten wie Unterleibsbeschwerden, Regelschmerzen und in den Wechseljahren oder bei Kinderwunsch.  Als aromatisches Bittermittel (Bitterwert 3000 ) zeigt sie Ihre Wirkung als Galleregulierendes und verdauungsförderndes Heilkraut. Sie wird bei Appetitlosigkeit, Magen- und Darmkrämpfen sowie gegen Leberschwellung verwendet.schafgarbe

Wie in Madaus zu lesen ist, wir Schafgarbenkraut  in vielen Gegenden in die Gründonnerstags-Suppe (Kräutlsuppe) beigemengt, oder es dient als Salat; auch gebraucht man die Blätter mit Zwiebelschalen zum “Einbinden” der Ostereier. Fein geschnitten werden sie aufs Brot gegessen. In Schweden diente das Kraut gelegentlich als Tabak- und Hopfenersatz.

Alant

Mittwoch, 25. Januar 2012

Inula helenium Edelwurz, Glockenwurz, Grosser Heinrich, Krätzenwurz, Odinskopf. , laut Hildegard von Bingen von warmer und trockener Natur und guter Kraft. Hildegard von Bingen hat den Alant bei Asthma, Lungenschmerzen, Migräne und Augentrübung empfohlen. In Wein extrahiert, wird die Wurzel 3 mal täglich genossen. Die Wurzel wirkt auch Leber – Galle unterstützend und Harntreibend.  Bei anderen Kräuterkundigen wurde sie auch gegen  Atemwegserkrankungen, Verdauungschwäche und  Menstruationproblemen verwendet. Alant kann sowohl als Tee, Wein, Tinktur, Pulver verwendet werden.

Abbisskraut

Sonntag, 22. Januar 2012

Scabiosa Knautia arvensis auch  Abbißwurzel, Abbißscabiosenkraut, Teufelsabbißwurzel, Anbißkraut, St. Peterkraut genannt. Traditionell wie in alten Überlieferungen nachzulesen ist, angewandt bei Tumoren,  Geschwüren, zur Blutreinigung und bei Husten. Das Tragen der Wurzeln um den  Hals, verwendete man, um sich vor Augenleiden zu schützen. In einigen Gegenden Österreichs hielt man Teufelsabbiß für ein Zaubermittel, dessen man sich zur Vertreibung des Teufels bediente. Teufelsabiß wurde in einigen Ländern innerlich bei Darmkatarrh, äußerlich als Wundmittel, gegen Frauenleiden, bei Abszessen und Harlsschmerzen verwendet.

Andorn

Samstag, 21. Januar 2012

Der Andorn eine leider vernachlässigte Heilpflanze, obwohl er eigentlich ein wahrer Tausendsassa ist und auf viele Organe im Körper heilend und unterstützend wirkt. Marrubi Herba auch Mauerandorn, Weißer Andorn Weißer Dorant genannt, kommt in Südeuropa vor. Andorn weiß ist eine alte Heilpflanze.  Bei Verdauungs- und Atemwegserkrankungen ist der Andorn das Mittel der Wahl in der Pflanzenheilkunde.   Ursprünglich kommt der Andorn aus Südeuropa und wurde schon im alten Griechenland als wichtige Heilpflanze angebaut. Der Arzt und Dichter Walahfrid Strabo, Abt des Klosters Reichenau am Bodensee, schrieb bereits im 9. Jahrhundert in einem berühmten Gartengedicht «Hortulus» vom Andorn: «Zwar brennt er scharf im Mund und sein Geschmack unterscheidet sich sehr von seinem Geruch: Er duftet süss, schmeckt aber scharf. Er kann jedoch starke Beklemmung der Brust lindern, wenn man ihn als bitteren Trank zu sich nimmt. Sollten die Stiefmütter je feindselig bereitete Gifte mischen in das Getränk oder in trügenden Speisen verderblich Eisenhut mengen, so scheucht ein Trank des heilkräftigen Andorn, unverzüglich genommen, die drohenden Lebensgefahren.» Das zeigte den damaligen Glauben an die Wirkkraft des Andorns. Andorn kann als Einzeltee oder in Mischungen zu sich genommen werden.

Rippe und Madejsky: «Die Kräuterkunde des Paracelsus», AT Verlag 2006,

Akazienblüte falsche Robini

Montag, 20. Juli 2009

Robinia pseudoacacia L. Vielfach wird die Robinie als falsche oder unechte Akazie bezeichnet. Akazienblüte ist eine alte Heilpflanze.