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Haferkraut das Pferdekraut

Die Volksmedizin und die Bauernschaft wusste wieder einmal Bescheid! Erstens, dass man Hafer sät bei zunehmendem Mond, damit kein Unkraut wächst zwischen dem Haferstroh. Und Zweitens, dass Haferstroh gut den Pferden tut. Am Stephanstag fand die Haferweihe statt. Der Heilige Stephan ist der christliche Wodan, dem die Pferde heilig waren – so wurde an diesem Tag die Hauptnahrung der Pferde geweiht, auch um den Pferden das Gedeihen zu sichern. Wie viele andere Körnerfrüchte spielt auch der Hafer in Fruchtbarkeitsritualen eine besondere Rolle – auch das Haferstroh ist ein aphrodisierenden Symbol. Das Bewerfen des Brautpaares mit Haferkörnern war vieler Orts lange Zeit gebräuchlich.

Hafer in der modernen Kräuterheilkunde Avena sativa gilt als ein klassisches Beruhigungs- und Schlafmittel für überlastete und sorgenbeladene Menschen mit Zukunftsängsten. Es ist das Alkaloid Avenin, welches zur sedativen Wirkung genutzt wird. Bei nervösen Erregungszuständen, bei starker Reizbarkeit und Einschlafstörungen wird der Hafer ergänzt mit Passiflora, Damiana und Rose.

Von Hafersuppe und Hafertrank

Ist unser Magen verdorben, so werden wir in der Regel zur Hafersuppe greifen, denn sie hilft uns meist, die Verdauungsstörungen zu überwinden. Schon als Haferpflanze ist er ein hervorragendes Heilmittel, also als grünes hochgewachsenes Gras. Es mag wenigen gekannt sein, dass der Hafer, wenn er gerade Ähren angesetzt hat oder schon in Milch oder Blüte ist, durch das in ihm enthaltene Avenin direkt nutritiv, d.h. ernährend auf das Nervensystem, auf die Nervenzellen einwirkt und daher als äußerst wertvolles Nervenmittel zu nennen ist.
Wir können uns zu Hause selbst ein Nervennahrungsmittel daraus bereiten, wenn wir einige blühende Pflanzen durch die Hackmaschine drehen oder sonst wie zerkleinern. Den grünen Brei übergießen wir mit warmen Wasser, lassen zwei Minuten ziehen und seihen dann ab, süßen entweder mit Honig, Rohrzucker oder besser mit Traubensaft.
Wir können auch kombinieren, indem wir die Haferpflanzen zusammen mit einigen Weinbeeren oder Rosinen durch die Hackmaschine drehen, mit warmen Wasser übergießen und abseihen. Auf diese Art haben wir gleichzeitig gesüßt. Dieser Hafertrunk ist  in unserer aufregenden Zeit für jedermann ein Wundermittel, das, wenn längere Zeit getrunken, die Nerven regeneriert und beruhigt und neue Nervenkraft verleiht.
Selbst nach der Haferernte kommen wir nicht in Verlegenheit, denn auch das getrocknete Haferstroh dient uns nochmals als Tee. Seine Wirkung ist allerdings nicht mehr so stark, aber für Katarrhe, gegen Husten und fieberhafte Zustände ist der Tee aus trockenem Haferstroh noch immer empfehlenswert.
Das Baden der Kinder in Haferstrohabsud bring bei mangelhafter Hauttätigkeit diese wieder in Ordnung. Der Hafertee hat eine kräftigende, stärkende Wirkung. Bei Magen- und Darmhautentzündungen ist er ein hervorragendes Beruhigungsmittel.
Der grüne Hafer kann als Hafertrank genommen werden, sobald er ca. 50 cm hoch ist. Am wirksamsten ist der während der Blütezeit. Solange sich in den Körnern noch Milch befindet, kann er zur Bereitung des Hafertranks verwendet werden. Wer diese Hafertrankkur durchführt, wird erfahren, dass sein Nervensystem das ganze Jahr hindurch dankbar reagiert. Auch für Zuckerkranke ist der Hafertrunk sehr gesund.

Teemischung Gib 8 für Figurbewusste besteht aus Hafer, Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel, Walnussblätter, Goldrutenkraut, Holunder und Wegwartenwurzeln.

Hafer fördert den Stoffwechsel und beruhigt die Nerven. Brennnesselkraut leitet aus und entgiftet den Körper und führt ihm gleichzeitig wichtige Mineralien und Eisen zu. Löwenzahn fördert die Säfte von Leber und Galle, Walnussblätter sind so nebenbei ein Kosmetikum für schöne Haut, Goldrutenkraut fördert die Ausscheidung über die Nieren und leitet Giftstoffe und Ablagerungen aus dem Körper über den Harn. Wegwartenwurzeln entgiften die Bauspeicheldrüse und fördern somit indirekt ebenfalls den Stoffwechsel.

Grüner Hafertee kräftigt das Nervensystem und fördert den Stoffwechsel und treibt den Harn und reinigt Nieren und Blasen. Täglich einen Liter Hafertee über einen längeren Zeitraum für das Wohlbefinden und für den nervenaufreibenden Alltag.