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Die Sonne kitzelt wieder auf der Haut.

Diese ersten warmen Tage im Jahr fühlen sich immer ein bisschen nach früher an. Nach offenen Fenstern. Nach summenden Insekten im Garten. Nach barfuß durchs Gras laufen und diesem Duft von Holunderblüten, der leise durch die warme Luft zieht.

Es ist kein aufregender Duft. Er drängt sich nicht auf.
Er ist einfach da. Sanft. Vertraut.
Wie jemand, den man schon immer kennt.

Und plötzlich sind sie wieder da, diese Erinnerungen an unsere Oma. Wie sie an Frühsommertagen Holunder gesammelt hat. Mit einem Korb in der Hand und der festen Überzeugung, dass die schönsten Dinge oft ganz einfach sind.

Selbstgemachter Holunderblütensirup gehörte damals einfach dazu.
Kein Aufheben drum. Kein Rezept aus einem Buch.
Einfach machen, wie es schon immer gemacht wurde.

Und genau deshalb machen wir ihn heute noch genauso gerne selbst.

Selbstgemachter Holunderblütensirup mit Holunderblütentee

Was wir an diesem Rezept so mögen: Es braucht keine frischen Dolden, die man auf die Minute genau ernten müsste. Stattdessen bildet ein kräftiger Tee aus getrockneten Holunderblüten die Basis. Das macht ihn zugänglich. Unkompliziert. Und geschmacklich trotzdem ganz nah an dem, was wir aus Kindheitstagen kennen.

Zutaten:

– 1 Liter starker Holunderblütentee aus getrockneten Holunderblüten
– 2 Bio-Zitronen in Scheiben
– ca. 700–800 g Zucker
– optional etwas Zitronensaft
– einige zusätzliche Holunderblüten zum Ziehenlassen


Zubereitung:

Für die Basis zuerst einen kräftigen Holunderblütentee zubereiten und vollständig abkühlen lassen. Den Tee zusammen mit den Zitronenscheiben und einigen zusätzlichen Holunderblüten in ein großes Gefäß geben und mehrere Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Je länger, desto tiefer das Aroma.

Danach alles abseihen, mit dem Zucker langsam erwärmen und rühren, bis sich alles aufgelöst hat. Wer mag, kann noch einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen. Den Sirup heiß in saubere Flaschen füllen und gut verschließen.

Später einfach mit kaltem Wasser, Sprudel, Eiswürfeln oder in einer sommerlichen Limonade genießen.

Wie ein Glas voller Sonne.
Wie ein kleiner Schluck Kindheit.

Das ist das Schöne an Dingen, die schon Generationen überdauert haben. Sie brauchen keine Erklärung. Sie schmecken einfach nach Sommer. Nach Garten. Nach dem Gefühl, dass alles gut ist, solange die Holunderblüten blühen.