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Bereits  Dioskurides kannte die Königskerze und verwendete die Wurzeln und Blätter gegen Durchfälle, Magenbeschwerden, Wunden, Geschwüre und Augenentzündungen. Verschiedene Quellen deuten an, dass die Königskerze im Mittelalter in Pech getaucht wurde und man dadurch eine lange Fackel erhielt – im übertragenen Sinne also eine Kerze. Ihre wolligen, getrockneten Blätter wurden zu Dochten geformt – daher auch der häufig gebrauchte Name Lampenkraut.

Als Wettervorhersagerin durfte sie auf keinem Bauernhof fehlen. Neigte sich die Blütenspitze nach Osten, so konnte man mit herrlichstem Wetter rechnen. Zeigte sie aber nach Westen, wusste man, dass schlechtes Wetter bevorstand.  Viele von uns kennen die Königskerze auch im Kräuterbuschen am 15. August – dies soll auch ihre wichtige Bedeutung und ihre besondere medizinische Kraft hervorheben. Besonders geeignet ist der Tee von Königskerzenblättern und Blüten für die Behandlung trockener Katarrhe, die mit heftigen Hustenanfällen die Schleimhäute der Luftröhre reizen. Auch der bellende Husten in den Abend- und Nachtstunden erfährt Linderung durch die Inhaltsstoffe der Königskerze. Dazu wird der Tee mit Honig gesüßt. Der hohe Saponingehalt der Pflanze senkt das Fieber und regt das Schwitzen an, so werden die Schadstoffe aus dem Körper geschwitzt. Daneben bietet das Kraut noch weitere Einsatzmöglichkeiten, z.B. als Königskerzenauszug von überbrühten Blüten. Diesen Auszug  verwendet man als Sitzbad gegen Afterjucken, Entzündungen, Dammrisse und Hämorrhoiden. Bei Ekzemen, Ohrenschmerzen, Rheuma und Arthrose ist das Königsöl hilfreich. Es lässt sich sehr einfach herstellen :1 Hand voll Königskerzenblüten in 150 ml Sonnenblumen- oder Olivenöl  3 Wochen ziehen lassen, danach abfiltern.

Die Königskerze ist Vielen auch als eine der 7 Brustpflanzen, neben Malve, Katzenpfötchen, Eibisch, Huflattich, Veilchen und Mohn bekannt – gegen Heiserkeit, Husten und Erkältung. Königskerze verflüssig hartnäckigen Schleim und trägt dazu bei, dass die Atemwege nicht austrocknen.