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Wenn eine Pflanze einen Preis verdient hätte, wäre es bestimmt der Spitzwegerich. Eine alte Heilpflanze, welche schon bei den Germanen und Indianern benutzt wurde. Im Oberöstereich wird die Wegerichwurzel vor Sonnenaufgang ausgegraben und dann drei davon getrocknet um den Hals gehängt. Eine alte Volskweisheit besagt, das ist hilfreich gegen Fieber. Selbst bei Liebeskummer wurde der Wegerichtee fünf Tage lang getrunken, der Kummer soll dann verschwinden und Friede ins Herz ziehen. Ein schöner Gedanke.
Der Spitzwegerich wird innerlich in der Volksmedizin bei Husten, Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung sowie zur Blutreinigung und Stärkung des Magens empfohlen. Es ist aber auch seine wundheilende, entzündungshemmende Wirkung bekannt. Schon meine Großmutter empfahl mir bei Ihren Spaziergängen, man soll die frischen Blätter zwischen den Händen zerreiben und auf Insektenstiche, Verletzungen oder auf offene Wunden legen. Ich habe es mir gemerkt und schon oft angewandt. Ein altes Rezept meiner Großeltern von Spitzwegerichöl:
Frische Wegerichblätter oder getrocknete, geschnittene Spitzwegerichblätter nehmen. In ein Schraubglas zu 2/3 füllen und mit hochwertigem Sonnenblumenöl oder Leinöl übergießen. Das lässt man ca. 3 Wochen in der Sonne stehen. Danach wird das Öl gefiltert und schon hat man ein besonders wirksames Öl gegen Husten, Bronchitis und andere Lungen- oder Atemwegsprobleme sowie bei Verletzungen oder Insektenstichen.

Spitzwegerich – Hustenhonig
In ein leeres Glas,500 g flüssigen Akazienblütenhonig oder Blütenhonig
Spitzwegerichblätter kleingeschnitten frisch oder getrocknet schichtweise abwechselnd mit dem Honig in das Glas einfüllen: ca. 1 cm Schicht Blätter, darüber 1 cm Honig usw. Das randvolle Glas verschließen und 3 Wochen lang ans Fensterbrett stellen. Täglich das Glas umdrehen, damit die nach oben schwimmenden Blätter immer wieder gut vom Honig bedeckt werden. Nach 3 Wochen über einem Sieb abseihen und den zähflüssigen Sirup in kleine dunkle Fläschchen füllen und kühlstellen. Bei Husten entweder täglich einige Teelöffel über den Tag verteilt einnehmen oder den Hustentee damit süßen. Spitzwegerich bleibt einer meiner Favouriten.Selbst Die Blüten lassen sich hervorragend mit in einem Salat verarbeiten oder einfach über kleingehackt über eine Suppe streuen.