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In den letzten Monaten wurde dies mit einer der stärkenden inneren Sätze im Wurzelsepp. Wie wahr, wenn man bedenkt, dass dieser kleine alte Laden seit 1887 tapfer in der Blumenstraße in München viele Geschichten und Erlebnisse gehört und miterlebt hat.  Auch jetzt im kälteren Oktober ist die Herbstzeit eine Herausforderung für unsere körperliche und seelische Gesundheit. Seit einigen Wochen ist es bereits so, dass vermehrt Kundinnen mit Erkältungen und Abgeschlagenheit uns besuchen, um sich zu stärken oder Gutes zu tun. Sind erste Erkältungs-anzeichen spürbar, geben durchwärmende Gewürze dem Immunsystem den nötigen Schub. So empfehle ich gerne und oft unseren Tee Ingwer Kräuter Tee. Unser Ingwer Kräuter Tee schmeckt so köstlich, weil er mit Gewürzen bedacht wurde, die in der Gesamtheit der Mischung einen Hauch von Indien vermitteln. Nach dem Aroma kommt die aufsteigende Wärme hinzu. Im Sommer erfrischt Ingwerwasser, in den kalten Wintermonaten wärmt heißer Ingwertee die inneren Organe, feuert die Verdauung an und fördert die Produktion der notwendigen Verdauungssäfte und vor allem das Immunsystem. Bei Erkältungen hilft Ingwertee, den Schleim der Bronchien zu reduzieren.   Ingwer steigert die Konzen-tration des Enzyms Amylase im Speichel, das die Kohlehydratverdauung einleitet. Durch seine anregende Wirkung löst Ingwer Verspannungen, was sich unterstützend und stimulierend auf den Magen-Darm-Trakt auswirkt. Deshalb wird er gegen Übelkeit in der Schwangerschaft, Erbrechen und Reisekrankheit erfolgreich angewendet – auch gegen die sehr belastende Übelkeit während einer Chemotherapie.

Malve rot/Hibiskus eine Vitamin C Bombe für den Herbst. Wissenschaftler, haben nicht nur seine blutdrucksenkende, sondern auch seine Wirkung als Cholesterinsenker positiv untersucht. Die Blüte aus Afrika enthält wertvolle Antioxidantien, die Ablagerungen verhindern können. Täglich empfehlen wir 1-2 Tassen.  „Tue Deinem Körper Gutes, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen“, schrieb Teresa von Avila, die spanische Ordensfrau und Mystikerin bereits im 16. Jahrhundert. Unser körperliches, geistiges und seelisches Wohlergehen hängt in erster Linie primär von einer guten Fürsorge unseres „Menschseins“ auf allen Ebenen ab. So ist es wichtiger Krankheiten zu verhüten, als sie zu heilen – Körperpflege fängt von Innen an.  Ich habe ja schon viel über Bitterstoffpflanzen geschrieben und merke, dass hier wirklich ein Umdenken bei der Pflege für sich selbst beginnen sollte. Leider sind wir mittlerweile keine Bitterstoffe mehr gewohnt. Wenn unseren Kindern etwas nicht sofort schmeckt, werden Alternativen angeboten und die sind leider oft süß.  Die älteren Leute besinnen sich auf frühere Zeiten, wo der tägliche bittere Endiviensalat oder Löwenzahnsalat von Ihren Eltern als Beilage serviert wurde. Bitterstoffpflanzen, wie Enzian, Wermut, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Artischocke, Löwenzahn, Isländisch Moos, Ingwer, Mariendistel bringen unseren Stoffwechsel in Schwung und verhelfen uns zu mehr Energie und Vitalität. Sie regen die Verdauungssäfte an, beschleunigen die Magen- Darmentleerung, wirken blutbildend, fiebersenkend, herzstärkend und durchblutungsfördernd. Bitterstoffe unterstützen damit auch unser Immunsystem gegenüber krankmachenden Viren und Bakterien und zügeln das Verlangen nach Süßem.  Wenn uns in den lichtärmeren Monaten Stimmungstiefs zu schaffen machen, kann eine Kur mit Bitterstoffpflanzen die Stimmung wieder verbessern. Bittere Salate, Schwedenbitter und Kräuterliköre, Kräutertees sind „Stimmungsmacher“ und sollten daher vermehrt im Ernährungsplan eingebaut werden. Erinnern Sie sich an den Spruch „Was ist Dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen“.  Früher dachten die Menschen, dass die Leber der Sitz der Gefühle ist. Deshalb sagte man „Es ist ihm etwas über die Leber gelaufen“, wenn jemand nicht gut drauf war.  Darum empfehlen wir Menschen, welche ein Stimmungstief haben, oder große Trauer durch einen Schicksalsschlag verspüren, Bitterstoffe zu sich zu nehmen und auch Eltern Bitterstoffe wieder mit in die tägliche Mahlzeit mit einzubauen. Bei Erwachsenen z.B. in Form von Heidelbergerpulver oder dem Tee Leb 74. Bei Kindern empfehle ich einfach etwas mehr Gewürze mit einzubauen, man kann es lernen den Bittergeschmack zu mögen. Ich bin davon überzeugt, dass viele Bauchschmerzen, Unwohlsein usw. was ich oft im Laden höre, damit etwas vorgebeugt werden würde. Gewürze wie Lorbeer, Tonka, Thymian, Muskatnuss, Cumin, Kümmel, Bohnenkraut, Fenchel sind nur einige welche sehr gut mit zum Würzen verwendet werden können. Tees für Kinder wie Fenchel Anis Kümmel Tee oder ein einfacher Kamillentee, der auch leicht bitter und mild schmeckt, können schon ein Anfang sein.

Räuchern

Räuchern – ein uralter Brauch- eine Leidenschaft -das Verbrennen oder Erhitzen von Räuchergut aus aromatischen pflanzlichen Kräutern, Gewürzen und Harzen erzeugt nicht einfach nur ein Wohlgefühl, sondern bewirkt viel, viel mehr. Im Feuer findet die Umwandlung der Hölzer, Harze, Kräuter und Wurzeln in wohlriechendem Rauch statt. Die feinen Duftmoleküle im Rauch, die durchs Feuer freigesetzten Wirkstoffe wandern über das limbische System direkt in unser Großhirn und wirken sich magisch auf unser zentrales Nervensystem und damit e Gefühle aus. Räucherungen können uns auf einer anderen Ebene berühren und führen uns ohne den Filter des rationalen Gehirns direkt zu unserem Innersten. Und vor allem jetzt in der kälteren Jahreszeit, wenn uns das Räuchern Inspiration und Ruhe bringt, wird es eine spirituelle, besinnliche Erfahrung. In dieser ruhigeren und stilleren Zeit des Jahres, in der man sich vielleicht am Abend auf sich selbst besinnen, oder einfach noch einmal zurückblicken und vieles Alte hinter sich lassen möchte, hilft und unterstützt der sanfte Duft des Räucherns. Es braucht keine große Achtsamkeitsübung, keine großen Vorbereitungen, es reichen eine kleine Räucherschale und gutes Räucherwerk. Kleine Dinge des Alltags, um sich auf etwas Neues vorbereiten und freuen zu können. Ursprünglich und unverfälscht ist das Räuchern mit Holzkohle auf Räuchersand in einer kleinen feuerfesten Schale. Man benötigt ein feuerfestes Räuchergefäß, Sand, Kohle und Räucherwerk.Sand in das feuerfeste Gefäß geben (ich nehme eine schöne Müslischüssel). Bitte den hitzebeständigen Untersetzer nicht vergessen. Räucherkohle auf den Sand legen und anzünden. Sobald die Kohle durchgeglüht ist, das Räucherwerk z.B.  ErdMitte eine Räuchermischung, welche erdend, tief in unserer Mitte ankommend- sich verbinden und da anzufangen, wo es wichtig ist begleitet. Mit Weihrauch Lourdes Gold, Melisse, Ringelblume, Weihrauch Boswellia, Spitzwegerich. Den Duft genießen und dem Rauch nach träumen Ich wünsche Ihnen einen schönen Oktober, bleiben Sie sich treu und auch wenn unvorhersehbare Geschehnisse über uns hereinbrechen, erinnern Sie sich an dass was Sie schon geschafft haben. Denn in diesen Zeiten brauchen wir uns selbst oft mehr denn je. Alles Gute Sabine Bäumler