Manche Pflanzen begleiten uns ein Leben lang. Der Löwenzahn ist für mich so eine Pflanze.
Ich erinnere mich gut an meine Kindheit in der Oberpfalz: Im Frühling waren die Wiesen über und über gelb. Löwenzahn wuchs überall – unscheinbar vielleicht, aber selbstverständlich. Seit Jahrhunderten wird er geschätzt. Und heute beschäftigt er sogar die moderne Forschung. In den letzten Monaten ist mir aufgefallen, dass wir vermehrt Löwenzahn als Pulver und Tee verkaufen. Das hat mich nachdenklich gemacht. Natürlich kennen wir ihn als Bitterstoffpflanze, als Begleiter beim Fasten. Doch was steckt noch dahinter? In aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde Löwenzahn genauer betrachtet, unter anderem im Zusammenhang mit sehr aggressiven Zelltypen. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass Löwenzahn auf mehreren Ebenen gleichzeitig regulierend wirken kann – sanft, komplex und vielschichtig. Noch ist das reine Grundlagenforschung, aber sie zeigt, warum diese Pflanze seit jeher so geschätzt wird.
Ich selbst nehme seit langer Zeit täglich einen kleinen Löffel Löwenzahnpulver – nicht als Wundermittel, sondern als bewusste, pflanzliche Begleitung meines Morgens.
Mein einfacher Morgen-Smoothie:
1 reife Banane
ein kleines Stück Apfel oder Birne ½–1 TL Löwenzahnpulver ein Spritzer Zitronensaft
Wasser oder Haferdrink (auch Milch möglich) nach Belieben etwas Zimt oder Lebkuchengewürz
Alles fein mixen – fertig. Der Geschmack ist mild, erdig, rund. Und er tut mir einfach gut.
Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von klassischen Nahrungsergänzungsmitteln. Ich möchte so nah wie möglich bei der Pflanze bleiben. Viele Präparate enthalten Rieselhilfen oder Zusatzstoffe, auf die ich bewusst verzichte. Als Diätassistentin kann ich die Langzeitfolgen solcher Zusätze nicht sicher einschätzen – deshalb wähle ich lieber den ursprünglichen Weg.
