Seit kurzem sind wir wieder Besitzer eines Hundes. Nachdem ich nun wieder in eine Hundeschule gehe, sagen wir nach ganzheitlichen Aspekten, bin ich auch vermehrt mit Krankheiten von Hunden, Besitzern usw. konfrontiert. J Ich mache nicht so große Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Ausser, daß ich mir den dazugehörigen Besitzer auch ansehe. Erkrankungen wie Gelenkprobleme, Allergie, Erkältung, Nervosität und andere Zivilisationskrankheiten unserer Tiere lassen sich mit Heilkräutern hervorragend therapieren.
Früher war es ganz normal, daß man seine Tiere mit Heilkräutern kurierte aber auch vorbeugte. Die Gesundheit der Kühe war für den Bauern, natürlich immens wichtig und einen Tierarzt konnte man sich nicht leisten.
Hier einige Anwendungsbeispiele für Kräuter:
Brennnessel eine der mineralstoffreichsten Kräuter überhaupt. Kann ganz normal unter das Futter gemischt werden. Die Samen werden bei uns bayrischer Ginseng genannt. Nerven- und Haarstärkend. Die Brennessel wirkt entschlackend und Blutreinigend. Eine gute Unterstützung für die Nieren und Blasen. Sie wird gerne bei Arthrose eingesetzt. Die Brennessel füttere ich frisch, jung, klein geschnitten oder getrocknet kurz eingeweicht.
Schwarzer Tee oder Brombeerblätter, Johannisbeerblätter kann man bei Durchfall anwenden.
Gänseblümchen schon aus unserer Kindheit, jedem bekannt eine vielfältige Heilerin Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchen-Tee auch Ödeme schwinden lassen.Äusserlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen. Gänseblümchen kann hervorragend als Tinktur oder auch Öl im Sommer angesetzt werden.
Gänsefingerkraut/Anserine gebe ich in kleinen Mengen, bei Unwohlsein, Krämpfen Koliken, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Analproblemen zur Wundheilung

Johanniskraut und Rosenblüten zur Vorbeugung von Stress und zur Nervenstärkung. Hier auch ein Beispiel aus der Praxis: Unser altes Schlachtross (gerettet und riesengroß) Duschber – immer ein Angsthase, hat durch die tägliche Gabe einer Hand voll Melissen- und Rosenblüten ein gesundes Selbstvertrauen und Nervenstärke zurückgewonnen.
Zinnkraut-Schachtelhalmtee wirkt, um die Haut zu entsäuern bei Ekzemen. Gut für Krallen, Fell und Bindegewebe, aufgrund des hohen Anteils an Kieselsäure.
Hagebuttentee für eine gesunde Vitamin C Gabe und zur Blutreinigung, harnfördernd. zur Stärkung des Immunsystems, bei Harnwegserkrankungen und bei Hautproblemen eingesetzt. Zudem sind sie eine gute Ergänzung des Futters, ob bei der Rohernährung oder der Ernährung mit Fertigfutter. Hagebutten wurde zu früheren Zeiten, Kühen unter das Futter gemischt.
Hagebuttenkerne als Pulver wurden zu Knochenstärkung verwendet.
Rosmarin wirkt Durchblutungsfördernd und erwärmend. In der kalten Jahreszeit mit Sicherheit auch für den Hund unterstützend.
Weißdornblüten kräftigend zur Herzdurchblutung und zur Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Weißdorn wird auch gerne bei unruhigem Herzen oder Herzstolpern gegeben. Hier reicht täglich 1/2 Teel. bei einem mittleren Hund aus
Ich füttere pro Mahlzeit einen 1 Teel. Kräuter.
Bei Mischungen 1 Eßl.
Thymian, Spitzwegerich etwas Kamille, Salbei, Anis sind hervorragende Begleiter zur Lungenstärkung.
Noch ein Beispiel momentan sind Hundebesitzer durch das Salz auf den Straßen, mit offenen oder empfindlichen Pfoten konfrontiert. Ich persönlich handhabe es so, daß mein junger Hund, nach dem Spaziergang ein Fußbad mit 3 Essl. Ringelblume auf 1/4 l kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, rein in die Schüssel und mit kaltem Wasser verdünnt bekommt. Diese habe ich für einige Tage im voraus fertig in der Thermoskanne.Anschließend schmiere ich entweder Ringelblumensalbe oder Hirschtalgsalbe auf die trockenen Pfoten.
Es muss nicht unbedingt Salbe sein, es läßt sich auch ganz leicht ein Ringelblumenöl herstellen.
100 ml Sonnenblumenöl mit 20 g Ringelblume 2 Wochen ansetzen, abseihen fertig.
Kräuter lassen sich hervorragend unter das Futter mischen.
Öle, Tinkturen lassen sich leicht herstellen.
Trauen Sie sich. Unsere Hundetrainerin würde sagen: “Du kannst dasTrau Dich”. In diesem Sinne Ihnen und Ihren Vierbeinern einen guten Start.